Die leeren Räume in meiner nächsten Umgebung in letzter Zeit haben mich etwas zum nachdenken gebracht. Meine Mitbewohnerin ist ausgezogen und als ich an dem Abend, nachdem sie endgültig die letzten Kartons und Habseligkeiten in die neue Wohnung gebracht hatte, mich in ihrem leeren Zimmer wiederfand stellte ich fest, dass dieser leere Raum mich auf zwei sehr unterschiedliche Arten ansprach.
Auf der einen Seite war ich traurig und fühlt mich auch ein wenig einsam. Sie war mir sehr ans Herz gewachsen und es war nun komisch, ganz alleine in der Wohnung zu sein. Ganz theatralisch könnte man es so formulieren, dass die Leere, die sie in meinem Herzen hinterlassen hatte, Gestalt annahm in Form des leeren Zimmers. Die Erinnerung an die gemeinsamen Abende hallte nach wie jeder winzige Ton im nun viel größer erscheinenden, leeren Zimmer. Ein bisschen wunderte ich mich über das melancholische Gefühl, dass mich an diesem Abend überkam. Warum freute ich mich nicht, die ganze Wohnung nun ein paar Tage für mich alleine zu haben? Endlich mal morgens nicht leise sein. Endlich mal einfach den Abwasch noch ein bisschen länger stehen lassen. Endlich einfach allein. Aber so ging es mir nicht. Ich wusste, dass sie nicht wiederkommen würde und die fehlenden Gegenstände in der ganzen Wohnung machten mir dies in den kommenden Tagen auch immer wieder bewusst.
Auf der anderen Seite bedeuten leere Räume jedoch auch Platz für Neues. Platz für neue Ideen, für Kreativität, für einen Neuanfang. Der Auszug meiner Mitbewohnerin und der Einzug meiner jetzigen war ein großer Neuanfang. Wir müssen uns nun erst einmal aneinander gewöhnen und uns richtig kennenlernen, einen neuen Alltagsrhythmus zusammen finden. Zusammen können wir nun der Wohnung eine ganz neue Atmosphäre verleihen, sie zu unserer Wohnung machen. Auch die Ideen zur Neugestaltung der Küche und unserem doch recht großen Flur kamen mir, während ich noch einsam in den leeren Räumen war. Leere Räume bieten also auch immer eine wunderbare Quelle der Inspiration. Ich freue mich schon jetzt darauf einmal meine eigene kleine Wohnung einzurichten und hoffe, alle Ideen umsetzen zu können. Leider sind ja häufig finanzielle Grenzen gesetzt, aber träumen darf man ja.
Inzwischen ist der Aus- und Einzug schon ein paar Tage her. Die letzten zwei Wochen habe ich in Birmingham verbracht. Doch darüber werde ich in Kürze mehr berichten, wahrscheinlich auch mit ein paar Bildern.
Mittwoch, 5. März 2014
Sonntag, 16. Februar 2014
Meine Woche #1
Während man eigentlich so viele andere wichtige Dinge tun müsste, kommen einem doch immer andere gute Ideen. So habe ich heute beschlossen einmal wöchentlich einen kleinen Rückblick zu bringen über die Dinge, die mich und mit denen ich mich beschäftigt habe.
Was mich besonders glücklich gemacht hat: Das putzige Aufwachvideo von meinem kleinen Neffen. Bei einem lächelnden Baby kann man einfach keine schlechte Laune haben.
Was mich besonders genervt hat: Diese blöden Werbezettel, die man immer ans Fahrrad geklemmt bekommt. Verteilt eure Werbung wo anders! Meine Idee: Aufkleber am Rad mit "Bitte hier keine Werbung verteilen".
Womit ich mich diese Woche am meisten beschäftigt habe: Tja, am Ende des Semester, da kann das eben nur Lernen für Prüfungen sein. Aber beschweren möchte ich mich nicht, denn ich habe ja nur eine einzige dieses Mal.
Was ich gerne getan hätte: Definitiv mehr gelesen. Leider bleibe ich immer viel zu oft und zu lange vor dem PC hängen.
Buchempfehlung der Woche: Da ich momentan nur für meine Bachelorarbeit lese, fällt meine Empfehlung auch da hin: Christian Kracht. Auch wenn das nicht jedermans Sache ist, sollte man meiner Meinung nach Kracht einmal ausprobieren. Für meine Arbeit habe ich "Der gelbe Bleistift" gelesen, bekannter ist aber "Faserland", was auch lesenswert ist.
Montag, 10. Februar 2014
Ein Konzept, ein Konzept! Ein Königreich für ein Konzept!
Endlich...ein Eintrag. Doch wer hier nun ein lang und breit dargelegtes Konzept dieses Blogs erwartet, den muss ich enttäuschen. Zunächst einmal habe ich kein richtiges Konzept für den Blog und lasse das einfach mal alles auf mich zukommen. Vielleicht entwickeln sich dann ja Tendenzen mit der Zeit.
Der Name der ganzen Idee bietet auf der anderen Seite ein paar kleine Anhaltspunkte, auch wenn diese recht wage sind. Der Titel des Blogs ist eine kleine Eigenkreation und ergibt sich aus zwei Worten. Das erste - wie man sich ja bestimmt schon denken kann - ist kunterbunt. Kunterbunt sollen die Einträge und Themen hier sein, zu denen ich mehr oder weniger regelmäßig schreiben möchte. Dies unterstreicht nun doch eher den planlosen Charakter des ganzen. Aber ich kann mich leider nicht festlegen. Was wirklich neues wird es wohl erst einmal auch nicht geben, eben eine Mischung aus Ideen, Gedanken, DIY, Rezepten und vielleicht dem ein oder anderen Einblick in meinen bunten (manchmal auch grauen) Alltag.
Die Villa Kunterbunt ist mir bei dem Wort natürlich auch sofort ins Gedächtnis gesprungen und bietet eine schöne Verbindung zum zweiten Wortteil, dem Wörterwald. Denn neben dem ganzen bunten Durcheinander, soll dieser Teil einen kleinen Wegweiser darbieten. Literatur ist ein großer und wichtiger Teil in meinem Leben und so darf diese hier nicht zu kurz kommen. Immer einmal wieder werde ich kleine Buchempfehlungen abgeben und den dazugehörigen Senf zum Gelesenen. Je nach dem wie sich die Ideen so entwickeln, werde ich vielleicht auch mal ein paar eigene geistige Ergüsse präsentieren. Da dürft ihr dann den Senf dazugeben.
Und warum das hier alles? Einfach, weil ich gerne schreibe und diesen Blog als Anreiz und Anlass dazu nehmen möchte, dies wieder regelmäßiger zu tun.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für alle Lesebegeisterten. Am 23. April findet der jährliche Welttag des Buches statt. Die Stiftung Lesen und die Aktion "Vorsicht Buch" haben dazu das Projekt Lesefreunde gestartet. Als Lesefreund kann man sich registrieren und aus 11 Titeln einen auswählen, den man gerne verschenken möchte. Mehr dazu erfahrt ihr hier.
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